Thermische Radiostrahlung

Land
Dual02
Solar2

© SOHO

Auch Feste Körper wie Bäume, ein Tisch oder Stein, aber auch Menschen strahlen
Radiowellen aus.
Diese können einfach mit einem empfindlichen Gerät nachgewiesen werden. Diese Körper sind
zum Teil schlechte Leiter, die nur wenige freie Elektronen besitzen und doch emittieren sie
Radiowellen, obgleich keine elektrische Spannung angelegt wird.
Eine Erklärung ergibt sich aus den ständigen inneren Schwingungen, die die Wärmeenergie
des Körpers ausmachen.
Wärme ist eine Energieform und besteht in der Bewegung der Teilchen. Wenn auch die Moleküle
in einem festen Körper miteinander verbunden sind, bewirkt ihre Wärmeenergie, daß sie
vibrieren. Infolge dessen sind Ionen und Elektronen ständig einer kleinen Verschiebung
unterworfen. Diese Bewegung erzeugt die natürliche thermische Strahlung eines festen Körpers.

Die Stärke der bei verschiedenen Wellenlängen zu erwartenden Strahlung, das Spektrum, wurde
für den vollkommenen Strahler bzw. “Schwarzen Körper” durch den Physiker Max Planck
theoretisch abgeleitet.
Für einen weiß leuchtenden Körper von ca. 6000 K (Kelvin) wie unserer Sonne,
liegt das Strahlungsmaximum bei der Wellenlänge von gelben Licht.
Für einen Gegenstand bei Zimmertemperatur von etwa 20 Grad = 300 K, liegt das Strahlungsmaximum im Infrarotbereich.

Ein Radioteleskop kann somit auch die Oberflächentemperatur der Sonne messen.
Richtung Horizont wird es problematisch weil Gebäude, ein Waldrand oder auch Menschen mit ungefähr 300 K strahlen.